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31.07.2017 09:44

Adil Bauer stärkster TuS-Athlet bei der Deutschen Meisterschaft im Triathlon

Top Ten knapp verfehlt

Mit der Deutschen Meisterschaft im Triathlon stand für die Athleten des TuS Ahrweiler im saarländischen Merzig der Saisonhöhepunkt auf dem Programm. Die monatelange Vorbereitung beim Schwimmen, auf dem Rad und beim Laufen und die vielen harten Trainingseinheiten der letzten Wochen vor dem Rennen waren speziell auf diesen Wettkampf ausgerichtet. Sieben Athleten/innen aus Ahrweiler bildeten in diesem Jahr den Kader des Rheinland-Pfälzischen Triathlonverbands, kein einziges Jugendteam in RLP konnte weitere Athleten beisteuern. "Nur wo gehobelt wird, fallen auch Späne", ist sich Landestrainer Gerd Uhren sicher, der für das Training der Ahrweiler Athleten verantwortlich zeichnet. "Leider gibt es kaum Trainer in unserem Bundesland, die sich die Arbeit machen, drei bis fünfmal in der Woche die Kids zu trainieren. Triathleten machen lieber ihr eigenes Ding", gibt er als Grund für die Misere an. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Bundesländer mit den Olympiastützpunkten in einer eigenen Liga unterwegs sind. "Triathlon ist dort in die Schule integriert, da sind zwei Einheiten am Tag die Regel und nicht die Ausnahme wie bei uns." Trotzdem präsentierten sich die RTV-Athleten von ihrer besten Seite. Beim ersten Rennen der B-Jugend über 400m Schwimmen, 10km Radfahren und 2,5km Laufen gingen mit Adil Bauer, Jacob Heß und Marcel Thielke gleich drei Athleten aus Ahrweiler an den Start. Beim Schwimmen in der Saar ging es auch gleich hoch her: wenn knapp 70 Athleten versuchen, die Ideallinie zu finden, kann es auch schon mal Schläge und Tritte geben. Dies konnte Marcel Thielke bei seiner ersten DM Teilnahme nach dem Rennen bestätigen:" Noch vor dem Start habe ich einen Tritt in den Bauch bekommen". Auch Jacob Heß kam an diesem Tag im Wasser nicht zurecht und verlor den Anschluss an die so wichtigen vorderen Radgruppen. Anders Adil Bauer: nach den sehr starken Vorleistungen im Training und bei den letzten Wettkämpfen kam er im vorderen Feld aus dem Wasser und stürmte in die Wechselzone. In der Verfolgergruppe positioniert, leistete er sehr viel Führungsarbeit und schaffte den Anschluss nach ganz vorn. Auch einen Sturz der großen Gruppe überstand er schadlos und wechselte als Siebter auf die Laufstrecke. Die von seinem Trainer prognostizierte Top Ten Platzierung war in greifbarer Nähe. "Vermutlich hat Adil auf dem Rad zu viele Körner gelassen, als er in die Spitzengruppe fuhr", mutmaßte sein Trainer, als klar wurde, dass Adil nicht sein gewohntes Tempo anschlagen konnte. Auf einem hervorragenden 11.Platz kam Adil letztlich ins Ziel, und ließ dabei etliche Athleten aus den Olympiastützpunkten hinter sich. Nach 32:31min. blieben die Uhren im Ziel für ihn stehen, nur knapp eine Minute hinter dem Sieger. "Beim Laufen war nicht mehr drin", lautete sein Fazit nach dem Rennen, "ich bin aber superzufrieden." Für seinen Teamkollegen Jacob Heß lief das Rennen nach dem verpatzten Schwimmen wieder besser. Mit einer starken Leistung auf dem Rad und beim abschließenden Lauf durch den Kurpark von Merzig konnte er sich noch bis auf den 30. Platz vorarbeiten und war zumindest mit dem zweiten Teil des Rennens zufrieden. "Ich kann mir nicht erklären, was beim Schwimmen falsch gelaufen ist, aber auf dem Rad und beim Laufen habe ich mich gut gefühlt", so sein Resümee im Ziel, das er nach 33:58 min. erreichte. Marcel Thielke beendete das Rennen nach 37:21min. auf Rang 53 und kann damit als jüngerer Jahrgang zufrieden sein, wird er doch auch im kommenden Jahr noch in der B-Jugend starten. Als einziges Mädchen im Kader musste Madleina Jahner in der A-Jugend über die längere Distanz starten. 750m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km Laufen standen für sie auf dem Programm. Nach dem starken 13.Platz beim letzten Rennen in Jena sollte in Merzig eine weitere Steigerung folgen. Doch leider wurden auch ihre Träume schon beim Schwimmen beendet. "Am Anfang war ich noch recht weit vorn, nach der Wendeboje habe ich leider den Anschluss verpasst", schilderte sie genau die Situation, die dazu führte, dass sie nicht in der Verfolgergruppe landete, sondern in der dritten Radgruppe vergeblich versuchte, ihre Mitstreiterinnen zu animieren. Mit einer starken Laufleistung arbeitete sie sich auf den 19.Platz nach vorn und beendete das Rennen nach 1:06:02h. Ihre männlichen Teamkollegen gaben ihr Bestes gegen die übermächtige Konkurrenz und konnten gemeinsam in einer Radgruppe hinter dem Topfeld fahren. Leon Schenke auf Rang 62 (1:05:20h), Pascal Thielke auf Rang 68 (1:07:13h) und Bastian Müller als 69. (1:08:23h) komplettierten das Ergebnis des RTV, mit dem ihr Trainer halbwegs zufrieden sein konnte. "Im Nachhinein ist man immer schlauer, einige kleine Fehler sind passiert, im Großen und Ganzen geht das Ergebnis in Ordnung", so das Fazit des Trainers, der seine Athleten im Anschluss in die wohlverdienten Ferien schickte. "Allerdings ist da noch Luft nach oben", und daran wird dann im Winter wieder gearbeitet.